Beverungen (red). In der Stadt Beverungen sind am Wochenende an einem Teich in Wesernähe mehrere verendete Schwäne aufgefunden worden. Nach der Untersuchung im Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamt Detmold wurde bei zwei Tieren das Aviäre Influenzavirus, der Erreger der Geflügelpest, nachgewiesen. Der Veterinärdienst des Kreises Höxter ruft Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter deshalb zu erhöhter Vorsicht auf.
„Das Risiko weiterer Ausbrüche besteht nach wie vor“, erklärt der Leiter des Veterinärdienstes des Kreises Höxter, Dr. Jens Tschachtschal. Bundesweit kommt es seit Oktober vergangenen Jahres immer wieder zu Nachweisen bei Wildvögeln und in Hausgeflügelbeständen. Das Friedrich-Löffler-Institut stuft das Risiko einer Übertragung von Wildvögeln auf gehaltene Tiere weiterhin als hoch ein.
Aufstallung in Wesernähe empfohlen
Um ein Überspringen des Virus auf Haus- und Nutzgeflügel zu verhindern, sollen Kontakte zwischen gehaltenem Geflügel und Wildvögeln konsequent vermieden werden. Fütterungen dürfen nur an Stellen erfolgen, die für Wildvögel nicht zugänglich sind. Eine Versorgung mit Oberflächenwasser, zu dem Wildvögel Zugang haben, ist zu unterlassen. Futter und Einstreu sind entsprechend geschützt zu lagern.
Für Geflügelbestände im Nahbereich der Weser im Stadtgebiet Beverungen empfiehlt der Veterinärdienst bis auf Weiteres vorsorglich die Aufstallung.
Meldepflicht und Hinweise für Halter
„Treten plötzlich erhöhte Verluste in Hausgeflügelbeständen auf, ist ein Tierarzt hinzuzuziehen, um eine mögliche Geflügelpestinfektion auszuschließen“, betont Dr. Jens Tschachtschal. Zudem erinnert das Veterinäramt an die gesetzliche Anzeigepflicht bei Verdachtsfällen.
Alle Geflügelhalterinnen und Geflügelhalter sind verpflichtet, ihre Tiere bei der Tierseuchenkasse NRW zu melden. Diese Informationen werden an das zuständige Veterinäramt weitergeleitet. Ein Merkblatt mit ausführlichen Hinweisen ist auf der Internetseite des Kreises Höxter abrufbar.
Wer verendete wildlebende Wasservögel oder Greifvögel entdeckt, sollte dies den örtlichen Ordnungsbehörden melden, damit in Abstimmung mit dem Veterinärdienst weitere Untersuchungen veranlasst werden können.
Im Kreis Höxter werden nach Angaben der Verwaltung knapp eine Million Stück Hausgeflügel in rund 1000 Geflügelhaltungen gehalten. Die Geflügelpest ist eine besonders schwer verlaufende Form der Aviären Influenza und wird durch hochpathogene Influenzaviren der Subtypen H5 und H7 verursacht. Die Erkrankung ist anzeigepflichtig und wird staatlich bekämpft.