Holzminden (zir). Ein 1994 geborener Angeklagter ist aus der Justizvollzugsanstalt Sehnde zum Amtsgericht Holzminden überführt worden. Der Mann befindet sich seit 13. Juni 2025 in Haft, seine Entlassung ist nach den vorliegenden Angaben für 2. Juni 2026 geplant. Vor Gericht ging es um den Vorwurf der Körperverletzung.
Vorfall auf dem Schlossplatz in Bevern
Die angeklagte Tat soll sich am 22. Februar 2025 auf dem „Schlossplatz“ in Bevern ereignet haben. Nach Darstellung der Anklage wollten Polizeibeamte den Mann kontrollieren, weil der Verdacht eines Diebstahls im Raum stand. Daraufhin habe der Angeklagte aggressiv reagiert. Unter anderem soll er die Beamten körperlich bedroht, angegriffen und beleidigt haben.
Die Beamten nahmen den Mann mit Verstärkung in Gewahrsam. In der Dienststelle in Holzminden soll es beim Entkleiden des Angeklagten zu einer weiteren Eskalation gekommen sein. Der Mann habe gefordert, dass die Beamten seine Zelle verlassen. Dabei sei er verbal ausfällig geworden, habe Schläge angedroht und einem Beamten ins Gesicht gespuckt.
Entschuldigung vor Gericht
Vor Gericht entschuldigte sich der Angeklagte. Er erklärte, er habe an dem Abend zu viele Drogen konsumiert und wisse nicht mehr, was tatsächlich geschehen sei. Das Schuldeingeständnis und die Entschuldigung bei dem Beamten wurden ihm zugutegehalten.
Richter und Staatsanwältin bewerteten den Vorfall im Vergleich zu früheren Verhandlungen wegen Körperverletzung als weniger schwerwiegend. Maßgeblich war dabei auch, dass der Beamte durch das Spucken letztlich nicht verletzt wurde. Das Verfahren wurde vorläufig eingestellt.