Holzminden/Herzberg (red). In der Regionsoberliga der Männer (Staffel Süd) stand am vergangenen Wochenende das Spitzenspiel zwischen der HSG Oha und der HSG Solling auf dem Programm. Das Duell zwischen dem Zweit- und Viertplatzierten versprach bereits im Vorfeld Spannung. Am Ende musste sich die HSG Solling jedoch mit 29:32 geschlagen geben.
Den ersten Treffer der Partie erzielte Moritz Rogel zum 0:1 für die Gäste aus dem Solling. Über die Zwischenstände von 3:3 und 6:6 blieb das Spiel bis zur 12. Minute ausgeglichen. Ab der 13. Minute konnte sich die heimische HSG Oha mit zwei Treffern auf 8:6 absetzen. Die HSG Solling antwortete jedoch schnell: Hellwig und erneut Moritz Rogel sorgten für den Ausgleich zum 10:10.
Anschließend gingen die Gäste sogar mit 10:12 in Führung. Ahlers und Hellwig trafen für die HSG Solling. Nach einer Auszeit der Gastgeber wendete sich jedoch das Spiel. Über 11:12 zog die HSG Oha bis auf 16:13 davon. Mit einer 17:14-Führung für die Gastgeber ging es schließlich in der Halle in Herzberg in die Halbzeitpause.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel hart umkämpft. Die HSG Oha konnte ihren Vorsprung von etwa drei Toren jedoch konstant verteidigen. Nach rund 45 Minuten stand es 24:22 für die Gastgeber. Der HSG Solling gelang es in der Folge nicht mehr, entscheidend heranzukommen. Am Ende setzte sich die HSG Oha mit 32:29 durch.
Trainer spricht von „gebrauchtem Tag“
HSG-Solling-Trainer Kai Stiebenz sprach nach der Partie von einem „gebrauchten Tag“. Positiv hob er die Defensivarbeit seiner Mannschaft hervor. „Wir haben gut verteidigt, man hat gemerkt, dass Tim Hellwig zurück ist“, erklärte Stiebenz. 32 Gegentore könne man in Herzberg durchaus kassieren – dann müsse man allerdings selbst deutlich mehr Treffer erzielen: „Dann musst du mindestens 40 Stück selbst werfen.“
Vor allem im Angriff habe seine Mannschaft zu viele Chancen vergeben. „Der Angriff war desolat, wir haben den Keeper zum König geworfen“, sagte der Trainer. Zudem ließ die HSG Solling drei Siebenmeter ungenutzt.
Als sicheren Rückhalt bezeichnete Stiebenz Torhüter Gudewill, der seine Mannschaft immer wieder im Spiel gehalten habe. „Wir konnten es im Angriff aber nie nutzen.“
Erschwerend kam hinzu, dass Kühn nach kurzer Einsatzzeit erneut angeschlagen war und anschließend nur noch auf der Bank Platz nehmen konnte. Insgesamt habe die Chancenverwertung der HSG Solling nur bei etwa 50 Prozent gelegen. „Das lässt sich leider nicht coachen“, so Stiebenz.
Trotz der Niederlage sieht der Trainer seine Mannschaft weiterhin in einer guten Ausgangsposition. „Das müssen wir dringend aufarbeiten, um uns die Saison nicht zu vermiesen. Aber wir haben es immer noch in der eigenen Hand.“
HSG Solling: M. Rogel (10/2), Hellwig (6/1), Jegust (4/1), Tube (4), Kühn (3), Kumlehn (1), Ahlers (1); T. Rogel, Preußen, Rodenberg, Oppermann, Reinecke, Gnioth, Gudewill.