Holzminden (red). Insgesamt 12 Schülerinnen und Schüler im Alter von 10 bis 16 Jahren haben in den Osterferien 2026 an zwei Technik-Workshops der Kreisvolkshochschule teilgenommen. Die Veranstaltungen fanden im Rahmen der vom Land Niedersachsen und der EU geförderten Bildungsinitiative „#HolzMINT.net – MINTmachen in der Region“ statt.
Praxisnahe Einblicke in Technik und Handwerk
Die Workshops boten den Teilnehmenden die Möglichkeit, praktische Fertigkeiten in der Elektronik und im Handwerk zu erlernen. Jeweils eine Woche lang wurde gelötet, verdrahtet sowie gebohrt, geschraubt, gefräst, montiert und gemessen. Im Fokus standen der Bau eines HiFi-Röhrenverstärkers und einer Solarladestation. Ziel war es, neben technischem Wissen auch handwerkliche Fähigkeiten zu vermitteln und berufliche Perspektiven im MINT-Bereich aufzuzeigen.
Teamarbeit trotz unterschiedlicher Voraussetzungen
Trotz unterschiedlicher Vorkenntnisse und Altersunterschiede arbeiteten die Schülerinnen und Schüler motiviert zusammen. „In einem technischen Workshop geht es vor allem ums Machen. Löten, Schaltungen aufbauen und Probleme lösen – das sind die Erfahrungen, die bleiben“, erklärt MINT-Bildungsmanager und Workshop-Leiter Rainer Koß. „Die Teilnehmenden haben nicht nur Technik gelernt, sondern auch, wie man mit Werkzeugen und Maschinen sicher umgeht.“
Funktionierende Geräte als Ergebnis
Im Verlauf der Workshops entstanden funktionierende Geräte: ein HiFi-Röhrenverstärker und eine multifunktionale Solarladestation. Dabei verbanden die Teilnehmenden schulisches Wissen mit neu erlernten handwerklichen Fertigkeiten. Auch der Umgang mit Lötstationen, Multimetern und Akkuschraubern gehörte zum Programm. Besonders der Einsatz von Maschinen wie der Standbohrmaschine und einer computergesteuerten Oberfräse stellte für viele eine neue Erfahrung dar.
„Es war eine Herausforderung, alles richtig zusammenzubauen und auf Platinen zu löten, aber es hat riesigen Spaß gemacht, den Verstärker am Ende zum Laufen zu bringen“, berichtet ein Schüler. Eine Schülerin ergänzt: „Es ist toll zu sehen, wie Technik wirklich funktioniert und wie man aus vielen kleinen Teilen etwas Ganzes erschafft.“
Stärkung von Kompetenzen und Perspektiven
Die Anleitenden betonen, dass der praktische Ansatz nicht nur zur technischen Ausbildung beiträgt, sondern auch die berufliche Orientierung stärkt. „Die Schülerinnen und Schüler haben wichtige handwerkliche Fähigkeiten erlernt, die in vielen technischen Berufen gefragt sind“, so der Radio- und Fernsehtechnik-Experte Aloysius Allofs. „Noch wichtiger ist, dass sie erleben konnten, wie viel Spaß es macht, technische Probleme zu lösen und dabei kreativ zu werden“, ergänzt Friedhelm Körner, Ingenieur im Ruhestand.
Positive Bilanz und Ausblick
Die Workshops endeten mit abschließenden Messungen und Funktionstests, bei denen die Teilnehmenden ihre Geräte in Betrieb nahmen. Der Stolz über die Ergebnisse war deutlich spürbar. „Es war toll zu sehen, wie die Schülerinnen und Schüler ihre anfängliche Zurückhaltung im Laufe des Workshops ablegten und mit immer mehr Selbstvertrauen an ihren Geräten arbeiteten“, fasst Rainer Koß zusammen.
Alle Beteiligten zeigten großes Interesse an weiteren Angeboten. „Die Workshops haben nicht nur technische Fähigkeiten vermittelt, sondern auch das Selbstbewusstsein und den Teamgeist gestärkt“, heißt es von den Verantwortlichen. Weitere Informationen zu geplanten Workshops gibt es bei Bildungsmanager Rainer Koß per E-Mail an
Foto: Landkreises Holzminden