Neuhaus (red). Nach dem Fund mehrerer Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg auf der Baustelle des neuen Feuerwehrgerätehauses in Neuhaus sind weitere Untersuchungen in Auftrag gegeben worden. Ziel ist es, die Arbeiten möglichst zeitnah und unter sicheren Bedingungen fortsetzen zu können.
Auslöser für den Baustopp war ein Fund bei Erdarbeiten im Bereich der Straße „Am Roten Wasser“ am 12. März 2026. Ein Baggerfahrer entdeckte mehrere Panzerfaustköpfe, woraufhin die Arbeiten umgehend eingestellt und die Polizei informiert wurde. Im weiteren Verlauf übernahm der Kampfmittelräumdienst die Einsatzleitung. Da ein Teil der Funde nicht transportfähig war, wurde eine kontrollierte Sprengung direkt vor Ort durchgeführt.
Sondierung und Bewertung laufen
Aktuell ist das Gelände weiterhin abgesperrt. Nach Angaben der Stadt Holzminden hat das Grundstücks- und Gebäudemanagement eine flächendeckende Sondierung des Baufeldes auf weitere Kampfmittel in Auftrag gegeben. Diese soll bis Mitte April abgeschlossen sein. Auf Grundlage der Ergebnisse wird eine Gefährdungsbeurteilung erstellt, die über die nächsten Schritte entscheidet.
Von Seiten der Stadt Holzminden heißt es, dass die Arbeiten Mitte April wieder aufgenommen werden sollen. Verzögerungen im Bauablauf seien nach aktuellem Stand nicht zu erwarten, da mit den eigentlichen Bauarbeiten laut Bauzeitenplan erst im Juni begonnen werden soll. Bis dahin sind Erdarbeiten vorgesehen.
Unternehmen steht bereit
Der ausführende Unternehmer Jens-Uwe Müller erklärte gegenüber der Redaktion, sein Unternehmen stehe der Stadt Holzminden „Gewehr bei Fuß“. Man freue sich, an dem Projekt beteiligt zu sein, und sei erleichtert, dass bei dem Vorfall niemand verletzt wurde. Sobald die Baustelle wieder freigegeben werde, wolle man die Arbeiten umgehend fortsetzen.
Damit richtet sich der Blick nun auf die Ergebnisse der beauftragten Untersuchungen, die darüber entscheiden werden, wann und unter welchen Bedingungen die Bauarbeiten in Neuhaus weitergeführt werden können.