Holzminden (red). Der Landkreis Holzminden und seine Mitgliedsgemeinden haben in dieser Woche Kooperationsvereinbarungen zur Umsetzung der Ganztagsbetreuung an den Grundschulen geschlossen. Damit wird ein entscheidender Schritt zur Vorbereitung des bundesweiten Rechtsanspruchs auf ganztägige Förderung für Kinder im Grundschulalter gemacht, der ab dem Schuljahr 2026/2027 schrittweise in Kraft tritt.
Mit den Vereinbarungen verständigen sich Landkreis und kommunale Schulträger auf eine enge Zusammenarbeit bei der Organisation der Ganztags- und Ferienbetreuung für Grundschulkinder. Ziel ist es, ein verlässliches und qualitativ angemessenes Betreuungsangebot im gesamten Landkreis sicherzustellen.
Der Landkreis Holzminden ist als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe in der übergeordneten Gesamtverantwortung, den Rechtsanspruch umzusetzen. Die praktische Organisation der Angebote erfolgt jedoch vor Ort durch die kommunalen Schulträger, die dabei auch mit freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe zusammenarbeiten können.
„Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung ist ein wichtiger Schritt für Familien“, stellt Landrat Schünemann fest. „Viele Eltern sind darauf angewiesen, dass ihre Kinder auch nach dem Unterricht gut betreut sind. Gleichzeitig eröffnet das Ganztagsangebot große Chancen für eine gute Entwicklung der Kinder. Deshalb war es uns auch wichtig, gemeinsam mit der Stadt und den Gemeinden verlässliche und gute Standards für die Betreuung festzulegen – damit Kinder im gesamten Landkreis vergleichbare und qualitativ hochwertige Angebote vorfinden.“
Neben der Betreuung während der Schulzeit wird auch die Ferienbetreuung Teil des Angebotes sein. Grundlage für die Ausgestaltung der Angebote ist eine gemeinsam entwickelte Rahmenkonzeption für die Ganztagsbetreuung im Landkreis Holzminden. Sie beschreibt pädagogische Leitlinien sowie Qualitätsstandards für die Betreuung.
„Uns war wichtig, dass wir diesen Prozess gemeinsam mit den Gemeinden gestalten“, erklärt die beim Landkreis für den Bereich Jugend, Soziales und Gesundheit zuständige Dezernentin Stefanie Ahlborn. „Der Ganztag kann nur gelingen, wenn alle Beteiligten eng zusammenarbeiten – Schulen, Schulträger, freie Träger und Jugendhilfe.“ Mit der Unterzeichnung der Vereinbarungen schaffen Landkreis und Kommunen nun die organisatorischen Voraussetzungen für den Start der Ganztagsbetreuung im Schuljahr 2026/2027. Im Landkreis Holzminden soll das Angebot dabei von Beginn an für alle vier Grundschuljahrgänge zur Verfügung stehen.
Foto: Landkreis Holzminden