Lauenförde (red). Am Donnerstag, 26. Februar 2026, lädt der „Heimat- und Geschichtsverein Lauenförde e. V.“ um 19 Uhr zu einem Vortrag in das evangelische Gemeindehaus Lauenförde in der „Bahnhofstr. 3“ ein. Der Eintritt ist frei.
Referent ist Silvio Uhlfelder, der heute in Frankfurt lebt. Er berichtet über die Geschichte der Vorfahren seiner Mutter, der Beverunger Familie Grünewald, sowie seines Vaters, der Berliner Familie Uhlfelder. Der Vortrag zeichnet nach, was Vertreibung, Identitätsverlust und die Suche nach neuer Heimat für die Betroffenen bedeuteten.
Verwurzelung in Beverungen und Bruch durch Verfolgung
Die Familie Grünewald führte seit 1877 ein Einzelhandelsgeschäft an der Ecke Lange Straße/Weserstraße, früher Marktstraße, in Beverungen. Uhlfelders Großvater Sally Grünewald war aktives Mitglied des Kriegervereins seiner Heimatstadt und gehörte 1921 zu den Gründern der Freiwilligen Feuerwehr in Beverungen.
Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten begann für die Familien Grünewald und Uhlfelder die systematische Ausgrenzung und Verfolgung. Sicherheit und Zugehörigkeit gingen verloren. 1936 entschlossen sich die Angehörigen zur Auswanderung nach Argentinien. Der Neuanfang in einem fremden Land mit unbekannter Sprache und Kultur stellte sie vor große Herausforderungen. Hinzu kam die anhaltende Sehnsucht nach der alten Heimat.
Der „Heimat- und Geschichtsverein Lauenförde“ freut sich über viele interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer.
Foto: Archiv HGV Lauenförde e.V.