Lenne (r). Jahrzehntelang hat Ortsbürgermeister Hans-Dieter Steenbock für den Bau eines Radweges an der Landesstraße 583 bei Lenne gekämpft. Kurz vor dem Ende seines kommunalpolitischen Wirkens trägt sein Einsatz Früchte. Auf Nachfrage des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann hat Verkehrsminister Bernd Althusmann eine Einzelfallentscheidung für den Abschnitt von der Kreuzung L583/L546 bis in die Ortsdurchfahrt Lenne angeboten. Mit Vorlage eines unanfechtbaren Planfeststellungsbeschlusses durch die kommunale Ebene werde die Übernahme der Baukosten durch das Land in Aussicht gestellt. Ein entsprechender Planungsvertrag zwischen der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr und dem Landkreis Holzminden steht kurz vor dem Abschluss. Die voraussichtlichen Kosten von rund 90.000 € werden von der Gemeinde Lenne, der Samtgemeinde Eschershausen/Stadtoldendorf und dem Landkreis Holzminden getragen.
Im Radwegekonzept des Landes befindet sich die Maßnahme lediglich im „weiteren“ Bedarf. Von der Landesbehörde können aus Kapazitätsgründen nur Projekte des „vordringlichen“ Bedarfs geplant werden. „Ich bin allen Beteiligten sehr dankbar, dass nunmehr eine pragmatische Lösung gefunden worden ist“, so Hans-Dieter Steenbock. Es sei in Zeiten von finanziellen Engpässen nicht selbstverständlich bei den Planungskosten in Vorleistung zu treten. Das Engagement des Landtagsabgeordneten Uwe Schünemann habe zu der Einzelfallentscheidung des Ministers geführt. Ohne die berechtigte Chance auf eine zeitnahe Umsetzung der Planung hätten die Kommunen sich nicht finanziell beteiligen können.
Nunmehr komme es darauf an, mit den Planungen zügig zu beginnen. Die L583 sei eine stark frequentierte Landesstraße mit hohem Schwerlastverkehr. Zunehmend werde dieser Streckenabschnitt als Abkürzung zur B64 genutzt. Die Sicherheit der Radfahrer sei zurzeit nicht ausreichend gewährleistet. Daher müsse jetzt nach Abschluss der Vereinbarung schnell gehandelt werden.
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