Holzminden (red). Landratskandidat Bjarne Allruth hat sich bei einem Austausch mit Sebastian Multhoff vom Johanniter-Ortsverband Holzminden über die Arbeit der Hilfsorganisation im Landkreis informiert. Im Mittelpunkt standen die vielfältigen Aufgaben des Ortsverbandes sowie aktuelle Herausforderungen für Rettungs- und Hilfsorganisationen.
Breites Aufgabenfeld im Landkreis Holzminden
Der Johanniter-Ortsverband Holzminden übernimmt zahlreiche Aufgaben, die für viele Menschen im Alltag unverzichtbar sind. Neben der Unterstützung des Rettungsdienstes gehören unter anderem der Hausnotruf, der Katastrophenschutz sowie der Betrieb von zwei Kindertagesstätten zum Leistungsspektrum der Organisation. Haupt- und ehrenamtliche Kräfte arbeiten dabei eng zusammen und leisten nach Angaben der Beteiligten einen wichtigen Beitrag für Sicherheit und Versorgung der Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Holzminden.
Allruth zeigte sich nach dem Gespräch beeindruckt von der Professionalität und Einsatzbereitschaft des Ortsverbandes. „Die Johanniter sind eine tragende Säule unserer Region. Ob im Rettungsdienst, bei Notlagen oder in der Betreuung von Familien und Kindern – hier wird tagtäglich Verantwortung übernommen und Hilfe geleistet, auf die sich die Menschen verlassen können“, erklärte der Landratskandidat.
Katastrophenschutz und Bürokratie im Fokus
Besonders positiv hob Allruth hervor, wie gut der Ortsverband personell und organisatorisch aufgestellt sei. Gerade im Katastrophenschutz sei es aus seiner Sicht von großer Bedeutung, schnell und verlässlich handeln zu können. Die vergangenen Jahre hätten gezeigt, wie wichtig funktionierende Strukturen und engagierte Einsatzkräfte in Krisensituationen seien.
Im Gespräch wurden auch Herausforderungen angesprochen, mit denen Rettungs- und Hilfsorganisationen zunehmend konfrontiert sind. Dazu zählen laut Allruth insbesondere bürokratische Belastungen, die viel Zeit und Ressourcen binden würden. Die Politik müsse stärker darauf achten, ehrenamtliche und hauptamtliche Kräfte zu entlasten, damit sie sich auf ihre eigentliche Arbeit konzentrieren könnten.
Mit Sorge blickt Allruth zudem auf die steigende Zahl von Angriffen und Respektlosigkeiten gegenüber Rettungskräften. „Wer Menschen in Not hilft, verdient Respekt und Unterstützung. Dass Einsatzkräfte zunehmend beleidigt oder sogar angegriffen werden, ist völlig inakzeptabel. Hier braucht es klare Konsequenzen und eine deutliche gesellschaftliche Haltung“, betonte der Landratskandidat.
Ehrenamt als wichtige Stütze
Auch die Bedeutung des Ehrenamtes wurde bei dem Austausch hervorgehoben. Viele Angebote und Leistungen der Johanniter wären ohne den freiwilligen Einsatz engagierter Bürgerinnen und Bürger nicht möglich. Dieses Engagement verdiene nach Ansicht Allruths mehr Anerkennung und Unterstützung.
Zum Abschluss bedankte sich Bjarne Allruth bei Sebastian Multhoff für den offenen Austausch und den täglichen Einsatz für die Menschen im Landkreis Holzminden. „Organisationen wie die Johanniter zeigen jeden Tag, wie wichtig Zusammenhalt, Verantwortung und Engagement für unsere Region sind“, so Allruth abschließend.
Foto: SPD