Bevern (red). Angesichts der angespannten finanziellen Lage der Samtgemeinde Bevern fordert die SPD-Fraktion klare Prioritäten bei künftigen Investitionen. Nach Angaben der Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten stehen rund 800.000 Euro liquide Mittel geplanten Investitionen von mehr als zehn Millionen Euro bis zum Jahr 2029 gegenüber. Der Schuldenstand der Samtgemeinde würde dadurch deutlich steigen, viele Projekte seien kreditfinanziert.
Nach Darstellung der SPD seien zentrale Vorhaben wie das Naturbad und die Schloss-Schule noch nicht abgeschlossen. Gleichzeitig würden weitere größere Projekte diskutiert, darunter Umbauten am Rathaus und an der Amtsscheune, neue Feuerwehrfahrzeuge sowie ein mögliches gemeinsames Feuerwehrgerätehaus mit einem Investitionsvolumen von bis zu sieben Millionen Euro.
SPD mahnt zu Prioritäten
Die SPD-Fraktion sieht die parallele Umsetzung mehrerer kreditfinanzierter Projekte kritisch. Dies bedeute nach ihrer Einschätzung nicht nur steigende Zins- und Tilgungsbelastungen, sondern auch zusätzliche Anforderungen an die Verwaltung.
Pflichtaufgaben müssten daher Vorrang haben. SPD-Fraktionsvorsitzender Holger Weinberg erklärt: „Investitionen dürfen nicht wahllos gleichzeitig gestartet werden. Entscheidend ist die richtige Reihenfolge und eine solide Finanzierung.“
Die SPD fordert deshalb, zunächst laufende Projekte verlässlich abzuschließen und realistische Finanzierungspläne vorzulegen. Erst danach sollten weitere größere Vorhaben begonnen werden.