Delligsen (red). Am 31. Oktober endet die Amtszeit von Stephan Willudda als hauptamtlicher Bürgermeister des Flecken Delligsen. Nach sieben Jahren im Amt wird er nicht erneut zur Bürgermeisterwahl antreten.
„Bürgermeister unserer schönen Gemeinde zu sein, war für mich der Höhepunkt einer langen Verwaltungslaufbahn“, erklärt Willudda. In bescheidenen Verhältnissen aufgewachsen, hätte er sich diese verantwortungsvolle Aufgabe früher nicht vorstellen können. Umso größer seien Stolz und Dankbarkeit für die zurückliegenden Jahre. Das Amt habe jedoch auch Kraft gekostet. Neben dem hohen Arbeitstempo, der thematischen Vielfalt und einer großen Termindichte seien die Corona-Pandemie, die Energiekrise und der langjährige Einsatz für den Erhalt der Oberschule besondere Herausforderungen gewesen. „Nach sieben Jahren mit sieben Tagen Einsatz pro Woche ist der Zeitpunkt gekommen, wieder mehr auf die eigene Gesundheit zu achten und dem Privatleben Raum zu geben“, so Willudda.
Grundsätzlich hätte er sich vorstellen können, unter bestimmten Voraussetzungen noch einige Jahre als Bürgermeister tätig zu bleiben. „Mit den beiden von den Parteien benannten Kandidaten haben die Bürgerinnen und Bürger eine Wahlmöglichkeit und das ist das Wichtigste in der einer Demokratie“, betont Willudda. Wichtiger als ein Parteibuch sei für ihn stets eine sachorientierte Amtsführung und die Nähe zu den Menschen gewesen, so der studierte Diplom-Verwaltungswirt. „Das größte Geschenk, das ich aus diesem Beruf mitnehme, sind die vielen Personen, die ich im Laufe der Zeit kennenlernen durfte und die große Wertschätzung, die ich allseits erfahren habe.“
In den verbleibenden Monaten bis zum Ende seiner Amtszeit will Stephan Willudda seine Aufgaben weiterhin mit vollem Einsatz wahrnehmen. Neben dem Tagesgeschäft stehen dabei unter anderem die Sicherstellung der hausärztlichen Versorgung, die Rettungsdienst-Problematik, die Verwaltungsdigitalisierung sowie der Radwegebau zwischen Delligsen und Hohenbüchen im Fokus.
„So gerne ich diesen Beruf ausgeübt habe, so sehr freue ich mich nun auf einen neuen Lebensabschnitt“, fasst Willudda zusammen.
Foto: Willudda