Hameln (red). Nach den Schneefällen folgt in Hameln eine deutliche Kältephase. Für das Wochenende werden laut Wetterprognose Temperaturen von bis zu minus 10 Grad erwartet. Die Stadt Hameln reagiert auf die extreme Wetterlage und richtet vorsorglich ein Notquartier für obdachlose Menschen ein. Aus dem Rathaus heißt es, Menschen ohne Unterkunft befänden sich durch die Kältewelle in akuter Lebensgefahr.
Schnee und anhaltender Frost stellen insbesondere für Personen, die nachts im Freien übernachten müssen, ein erhebliches Risiko dar. Bei zweistelligen Minusgraden kann die Situation lebensbedrohlich werden. Vor diesem Hintergrund hat die Stadt kurzfristig gehandelt und stellt eine städtische Immobilie als Übernachtungsmöglichkeit zur Verfügung.
Stadt reagiert auf akute Gesundheitsgefahr
„Mit diesem Angebot reagieren wir verantwortungsvoll auf die angekündigte Wetterlage“, erklärte Christian Campe, Fachbereichsleiter Recht und Sicherheit. Ziel sei es, die betroffenen Personen gezielt zu erreichen. Polizei, Bahnhofsmission, das Senior-Schläger-Haus sowie weitere beteiligte Stellen seien informiert worden, um bei Bedarf auf das Notquartier hinzuweisen. Die Nutzung des Angebots sei freiwillig und auf die Dauer der aktuellen Kältewelle begrenzt. Bestehende Hilfs- und Unterstützungsangebote hätten weiterhin Vorrang.
Appell an die Bevölkerung
Die Stadt Hameln ruft zudem die Bevölkerung zur Aufmerksamkeit auf. Wer Menschen frierend oder ungeschützt im Freien antreffe, solle diese ansprechen. Im Zweifel werde empfohlen, den Notruf zu wählen, um Hilfe zu organisieren. Nach Angaben der Stadt richtet sich das Angebot an einen sehr kleinen Personenkreis. Der genaue Standort der Notübernachtungsmöglichkeit wird aus ordnungsrechtlichen Gründen nicht öffentlich genannt. Während der Nutzung ist eine Aufsichtsperson vor Ort. Nach dem Wochenende soll ausgewertet werden, wie das Angebot angenommen wurde.