Holzminden/Hameln (red). Die Kooperative Regionalleitstelle Weserbergland ist für die Landkreise Hameln-Pyrmont und Holzminden sowie Stadt Hameln zuständig. Im Jahr 2025 wurden dort insgesamt 45.869 Notrufe über die Notrufnummer 112 entgegengenommen. Damit wurde die Leitstelle durchschnittlich rund 125 Mal täglich alarmiert. Trotz überwiegend rückläufiger Einsatzzahlen nahm die Zahl der Notrufe leicht zu.
Im Einsatzgeschehen verzeichnete die Leitstelle 1.106 Brandeinsätze. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutete dies einen Rückgang um 3,83 Prozent. Die höchste Alarmstufe F4 wurde dreimal ausgelöst. Auch die technische Hilfeleistung ging zurück. Insgesamt 2.130 Einsätze wurden disponiert, was einem Minus von 5,59 Prozent entsprach. Größere Schadenslagen wie Hochwasser oder schwere Sturmereignisse traten nicht in erhöhter Zahl auf.
Rettungsdienst, Krankentransporte und neue Entwicklungen
Die qualifizierten Krankentransporte beliefen sich auf 18.464 Fahrten und sanken damit um 0,86 Prozent. Während im Landkreis Hameln-Pyrmont eine Verlagerung zum Patientenfahrdienst zu weniger Transporten führte, nahm die Zahl im Landkreis Holzminden nach dem früheren Rückgang infolge der Krankenhausschließung wieder zu. In der Notfallrettung wurden 32.897 Einsätze registriert. Der Anstieg von 0,26 Prozent galt als nahezu gleichbleibend und lag im niedersächsischen Durchschnitt.
Parallel dazu gingen 29.193 Anrufe über die Nummer 19222 zur Krankentransportdisposition ein. Diese Zahl sank um 7,3 Prozent, unter anderem aufgrund geringerer Transportzahlen sowie eines Tests zur digitalen Transportanmeldung am Agaplesion Krankenhaus Bad Pyrmont. Die durchschnittliche Dauer eines Notrufgesprächs betrug 126 Sekunden und lag damit etwa zwölf Sekunden über dem Vorjahr. Ursache waren strukturierte Abfragen sowie erweiterte telefonische Anleitungen zur Ersten Hilfe und Reanimation.
Erstmals wurden zudem Einsätze über die Katretter-App statistisch erfasst. Seit Inbetriebnahme der „Weserberglandretter“ am 10. Dezember 2025 wurden 82 Einsätze ausgelöst, davon 52 im Landkreis Hameln-Pyrmont und 30 im Landkreis Holzminden. Die rund um die Uhr arbeitende Leitstelle in Hameln verfügt insgesamt über 34 Stellen und koordiniert sämtliche Einsätze zentral für die Region.