Hellental (red). Nächtliche Flammen, zerstörte Gebäude und die bange Frage, was als Nächstes passieren könnte: Eine Serie von Bränden hat im Jahr 2025 die Menschen in Hellental über Monate hinweg in Sorge versetzt. Immer wieder rückten Feuerwehren aus, immer wieder blieb nach den Einsätzen Verunsicherung zurück.
Nun beschäftigt die mutmaßliche Brandserie die Justiz. Vor dem Landgericht Hildesheim muss sich ein 28 Jahre alter Angeklagter wegen des Vorwurfs der Brandstiftung verantworten. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft soll er zwischen April und August 2025 für insgesamt vier Brände im Bereich Hellental verantwortlich sein.
Der erste Brand soll sich am 12. April 2025 ereignet haben. Dabei soll eine Grillhütte in Brand gesetzt worden sein, die vollständig niederbrannte. Zudem habe das Feuer auf den angrenzenden Wald übergegriffen. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 30.000 Euro beziffert.
Ein weiterer Brand soll sich in der Nacht zu Sonntag, 27. April 2025, ereignet haben. Gegen 2.40 Uhr brannte es in der Sollingstraße am dortigen Sportplatz. Beim Eintreffen der Feuerwehr stand ein Holzunterstand, der als Heulager genutzt wurde, bereits in Flammen. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 2.000 Euro geschätzt.
Am 11. Mai 2025 soll der Angeklagte einen ehemaligen Schafstall in einem Waldgebiet in Brand gesetzt haben. Das Gebäude brannte vollständig nieder, der Sachschaden soll etwa 5.000 Euro betragen haben.
Der letzte Brand soll sich in der Nacht zu Samstag, 9. August 2025, ereignet haben. Gegen 23:26 Uhr wurde in Hellental der Brand eines Fachwerkgebäudes gemeldet, das als Lagerraum und Werkstatt genutzt worden sein soll und unmittelbar an einen Biergarten grenzt.
Rund 70 Einsatzkräfte aus Hellental, Merxhausen, Dassel, Heinade, Lenne, Eschershausen und Stadtoldendorf konnten durch ein schnelles und koordiniertes Eingreifen ein Übergreifen des Feuers auf angrenzende Bereiche verhindern. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 60.000 Euro geschätzt.
Das Landgericht Hildesheim wird nun klären, ob sich die Vorwürfe bestätigen lassen. Prozessauftakt ist am 22. Januar 2026 in Hildesheim vor dem Landgericht.
Foto: Feuerwehr Stadtoldendorf