Everode (red). Erstaunt zeigten sich die Kinder und Jugendlichen aus Everode darüber, dass die beliebte Bücherzelle in ihrem Heimatort plötzlich leer stand. Kein einziges Buch befand sich mehr in den dafür vorgesehenen Regalen.
Der Hintergrund der Aktion: Doris Pinkernell und Siggi Kraft, die Dorfmoderatoren des Ortes, wollten damit auf die Bücherverbrennung der Nationalsozialisten am 10. Mai 1933 aufmerksam machen. Damals wurden auf dem August-Bebel-Platz in Berlin rund 20.000 Bücher kritischer Autorinnen und Autoren verbrannt.
Denkmal erinnert bis heute an die Bücherverbrennung
Noch heute erinnert an diesem Ort ein schlichtes Denkmal an die nationalsozialistische Bücherverbrennung. Geschaffen wurde es vom israelischen Künstler Micha Ullmann.
Durch eine quadratische Glasplatte blickt der Betrachter etwa fünf Meter unter die Oberfläche auf weiß getünchte Wände. Dort befinden sich Regale für 20.000 Bücher – sie sind leer.
In Everode soll die Bücherzelle allerdings in den kommenden Tagen wieder mit neuen Kinder- und Jugendbüchern bestückt werden.
Foto: Kraft