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Samstag, 10. Februar 2018 10:02 Uhr

Lesermeinung: ,,Stadtentwicklung für eine attraktive Innenstadt und nicht für weitere Parkflächen" Lesermeinung: ,,Stadtentwicklung für eine attraktive Innenstadt und nicht für weitere Parkflächen"

Seit  2016 hat sich der Arbeitskreis Innenstadt mit der Verbesserung der Lebens- Einkaufs- und Wohnqualität in Stadtoldendorf beschäftigt. In diesem Zusammenhang hat es zwei sehr gute Entwürfe zur Gestaltung der Abbruchfläche in der Kellerstraße gegeben, die derzeit keinen guten Eindruck der Innenstadt vermittelt. Auf Initiative des Arbeitskreises hat der Rat der Stadt mittlerweile ein gemeinsames Leitbild zur Innenstadtentwicklung verabschiedet und in der Ratssitzung am 28.11.2017 wurde auch der Antrag des Arbeitskreises zur Gestaltung der Fläche in der Kellerstraße als Planungsgrundlage beschlossen. Der Arbeitskreis schlägt mit einer „grünen Lunge“ für die Innenstadt ein Konzept für eine Freifläche vor, die Spiel- und Aufenthaltsmöglichkeiten beinhaltet und die Wohnqualität verbessert.

Auch ohne großen Kostenaufwand können erste Teile dieses Konzeptes recht kurzfristig umgesetzt werden. Die auf der Freifläche vorhandenen Sandsteinquader könnten in Sitzflächen verwandelt werden. In Verbindung mit den umliegenden Gastronomen könnten diese Sitzplätze schon im Frühling zum Verweilen anregen. Ein öffentlicher Bücherschrank, gepflegt von Anwohnern, der Bücherei oder einer naheliegenden Buchhandlung wäre ein einfach zu realisierendes zusätzliches Element. Die Gebäudeseite eines weiteren, noch zum Abbruch anstehenden Hauses könnte vorübergehend mit schnell wachsendem Grün und den schon jetzt vorhandenen Bauzäunen gestaltet und abgesichert werden.

Natürlich gibt es auch andere Konzept-Ideen. Deshalb spricht der Arbeitskreis seit Monaten davon, dass die Planung und Realisierung der weiteren Stadtentwicklung eine Gemeinschaftsaufgabe ist. Wiederholt haben wir Bürgermeister Affelt – als Kümmerer – gebeten, einen entsprechenden Personenkreis für diese Aufgabe zu gewinnen. Die in der letzten Sitzung hingekommenen vier Gewerbetreibenden sprechen sich auf der Grundlage eines Verwaltungsentwurfs für drei weitere Parkplätze auf der Abbruchfläche aus. Darüber soll am Montag im Bauausschuss beraten werden.

Dieser Vorschlag findet aber nicht unsere Zustimmung. Wir fragen, warum nicht die Idee einer Spiel- und Aufenthaltsfläche realisiert wird.

Im Bereich der Stadtoldendorfer Innenstadt gibt es schon 209 Parkplätze. Allein auf drei Abbruchflächen wurden in den letzten Jahren mit öffentlichen Geldern zusätzliche Parkplätze geschaffen. Stadtentwicklung ist mehr als Parkflächenbereithaltung. Alternative Vorschläge für ein Parkkonzept, das auch die Erreichbarkeit der Geschäfte verbessern könnte, wurden bei der letzten Sitzung des Arbeitskreises abgelehnt. Die neuen „vorübergehenden Parkplätze“ sollen über die Petersilienstraße, die eigentlich nur eine Gasse ist, angefahren werden. Damit muss wieder das Thema der Verkehrsführung durch einen Teil der Fußgängerzone beschlossen werden. Rechtlich ist diese Maßnahme umstritten.

Unser Fazit: Stadtentwicklung ist eine Gemeinschaftaufgabe, die von Rat, Verwaltung, Gewerbetreibenden und Bewohnerinnen und Bewohnern gemeinsam verfolgt werden muss.

Parkplätze auf der neuen Freifläche tragen nicht dazu bei, dass sich der Geist der Gemeinsamkeit in Stadtoldendorf ausbreitet. Deshalb, liebe Ratsmitglieder, unterstützen Sie unseren Vorschlag einer attraktiven Freifläche für die Menschen in Stadtoldendorf und nicht für Autos. Diesen haben Sie schon als Planungsgrundlage beschlossen. Sie fördern so ein gutes Miteinander in unserer schönen Stadt.

Elfriede Losansky

Heidi Kopp

Klaus Berndt

Karl Heinz Bork

Andreas Kopp

Bernd Rojahn

Torsten Maiwald

*Für die Inhalte eines Leserbriefs ist einzig der genannte Autor verantwortlich, Weser-Ith News distanziert sich von dem jeweiligen verfassten Artikel. Die jeweiligen Leserartikel enthalten dazu den Namen des Urhebers. Die Weser-Ith News behält sich das Recht vor, Leserartikel zu kürzen oder nicht zu veröffentlichen. Ein Anspruch auf Veröffentlichung besteht insofern nicht.

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