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Donnerstag, 12. Oktober 2017 22:21 Uhr

„Nicht zu glauben, wie leichtfertig man hier damit umgeht“: Landtagsabgeordneter Frank Oesterhelweg trifft BI Wangelnstedt „Nicht zu glauben, wie leichtfertig man hier damit umgeht“: Landtagsabgeordneter Frank Oesterhelweg trifft

Wangelnstedt/Hannover (red). Kürzlich machte Frank Oesterhelweg einen Besuch im Landkreis Holzminden. Der in das Schattenkabinett von Bernd Althusmann berufene Landtagsabgeordnete soll im Falle eines Regierungswechsels in Niedersachsen den Posten des Umweltministers bekleiden. Grund genug, um der Bürgerinitiative Wangelnstedt einen Besuch abzustatten und über Sorgen um die Erweiterung der Aschedeponie zu sprechen.

„Die Fotos sprechen eine eindeutige Sprache, nicht zu glauben, wie leichtfertig man hier damit umgeht“, gesteht Oesterhelweg im Rahmen der im Hause Sietz in Wangelnstedt dargebotenen Power-Point-Präsentation zur Aschedeponie.

Wie sieht die Lage aus?

Olaf Nolte, Sprecher der BI Wangelnstedt, und Manfred Sietz, ebenfalls aktiver Deponiegegner aus Wangelnstedt, stellten dem Landtagsabgeordneten die Problematik rund um die Aschedeponie in aller Ausführlichkeit vor: Dass man anfangs kaum ernst genommen wurde und es letztlich der Unterstützung durch Uwe Schünemann zu verdanken sei, dass erstmals Gespräche mit dem Betreiber GFR haben stattfinden können. Ein „Runder Tisch“ wurde schließlich einberufen, um gegenseitige Positionen auszutauschen. „Da flogen auch mal die Fetzen“, erinnert sich Manfred Sietz. Mit dem Entstehen eines Runden Tisches fühlte man sich aber immerhin zum ersten Mal ernst genommen.

Mittlerweile wurde der Antrag auf Erweiterung der Aschedeponie vom Gewerbeaufsichtsamt genehmigt, allerdings unter starken Auflagen. Das Vogelschutzgebiet soll gänzlich aus der Genehmigung herausgenommen und statt der zuvor beantragten 2,4 Millionen Tonnen Abfall über 30 Jahre nur noch circa 0,5 Millionen über 15 Jahre genehmigt werden. Ein Erfolg, den sich auch die Bürgerinitiative Wangelnstedt zugutehalten könne.

Im August dieses Jahres wurde durch die Deponiegegner ein internetgestütztes Luftgütemessnetz zur Überwachung des Feinstaubes errichtet. Zuvor sei durch ein von dem Betreiber GFR finanziertes Messprogramm festgestellt worden, dass in der unmittelbaren Umgebung nicht mehr Dioxine als anderswo auftreten. „Wir sind uns alle bewusst, dass wir hier nicht mehr zu einem Luftkurort werden“, sagt Sietz, „aber Feinstaub, mit welchem Recht?“

„Bleiben Sie weiter am Ball, Herr Schünemann“

„Bleiben Sie weiter am Ball, Herr Schünemann“, fordern die Mitglieder der Bürgerinitiative. Nach aktueller Genehmigung müssten die Einwohner Wangelnstedts noch 15 weitere Jahre mit der Aschedeponie leben.

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